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Der anhaltende Priestermangel und sinkende Kirchensteuereinnahmen veranlassten das Bischöfliche Ordinariat in Mainz Anfang dieses Jahrtausends, über neue, personal- und kostensparende Strukturen nachzudenken. Ergebnis war der Auftrag an die Pfarrgemeinden im Bistum, sich in größeren Einheiten zusammenzuschließen.

Die beiden Pfarrgemeinden St. Josef und St. Georg folgten der Aufforderung und gründeten im Jahr 2006 die „Pfarrgruppe St. Josef und St. Georg Darmstadt-Eberstadt“. Bereits ein Jahr später unterschrieben sie die von Mainz geforderte Kooperationsvereinbarung. Darin verpflichteten sie sich unter anderem, die Gottesdienstangebote aufeinander abzustimmen und ein gemeinsames Konzept für die Erstkommunionvorbereitung zu entwickeln. Außerdem wurde ein Seelsorgerat gebildet, der die Geschicke der Pfarrgruppe lenkt.

Die Kooperationsvereinbarung bildet den vorläufigen Höhepunkt in einem schon länger dauernden Verschmelzungsprozess. Bereits seit 1988 liegt die Verantwortung für beide Gemeinden in einer Hand. Inzwischen teilen sich St. Josef und St. Georg ein Pfarrteam, dem neben dem Pfarrer der jeweilige Kaplan und die Gemeindereferentin angehören. Nach und nach wurden der Orgeldienst, die Jugendarbeit und zuletzt der Messdienereinsatz gemeindeübergreifend organisiert. 2006 legten St. Josef und St. Georg ihre Gemeindemagazine zusammen und bringen seither gemeinsam den „Blickpunkt“ heraus.

Die neue Pfarrgruppe repräsentiert das katholische Eberstadt und Nieder-Beerbach mit rund 5.000 Gläubigen. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung Eberstadts beläuft sich auf 23 Prozent. Zu den anderen christlichen Gemeinden des Stadtteils pflegt die Pfarrgruppe gute Beziehungen durch ihre Mitwirkung im Ökumenischen Arbeitskreis.

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